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Spaced Repetition: Wiederholen, bevor du vergisst

Hermann Ebbinghaus · „Über das Gedächtnis“, 1885 · 4 Min. Lesezeit

Hermann Ebbinghaus lernte sinnlose Silben auswendig und maß, wie viel er nach Stunden und Tagen noch wusste. Das Ergebnis, die Vergessenskurve, ist ernüchternd: Ohne Wiederholung ist nach einem Tag ein Großteil weg. Die gute Nachricht: Jede Wiederholung flacht die Kurve ab.

Das Prinzip

Spaced Repetition — verteiltes Wiederholen — legt die Wiederholungen genau dorthin, wo die Kurve zu kippen droht: nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche, nach einem Monat. Die Abstände wachsen, weil das Wissen stabiler wird. Zehn kurze, verteilte Wiederholungen schlagen eine lange Lernsitzung deutlich.

Warum Pauken vor der Prüfung nicht reicht

Massiertes Lernen füllt das Kurzzeitgedächtnis und fühlt sich effektiv an. Zwei Wochen später ist davon wenig übrig, weil keine Wiederholung den Verfall gebremst hat. Wer verteilt lernt, arbeitet insgesamt weniger und behält mehr.

Wiederholen plus Merkbild

Verteiltes Wiederholen bestimmt das Wann. Wie stark ein Wort bei jeder Wiederholung hängen bleibt, bestimmt die Verpackung. Ein Merkbild startet mit einer flacheren Kurve — es braucht weniger Wiederholungen, bis das Wort sitzt.

Und mit Mindpop?

In Mindpop tauchen Merkvokabeln im Feed und im Quiz wieder auf — die Wiederholung passiert beim Swipen, nicht in einer Extra-Lernsitzung.

Mindpop setzt heute die Merkbild-Methode um — weitere Lernmethoden aus dieser Reihe folgen nach und nach in der App.

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