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Chunking: Aus vielen kleinen Teilen wenige große machen

George A. Miller · „The Magical Number Seven“, 1956 · 3 Min. Lesezeit

1956 zeigte George Miller, dass das Arbeitsgedächtnis nur etwa sieben Einheiten gleichzeitig halten kann — heute geht man eher von vier aus. Die Rettung: Was als Einheit zählt, ist verhandelbar. „1 9 8 9“ sind vier Einheiten, „1989“ ist eine.

Bündeln nach Bedeutung

Telefonnummern werden in Dreier- und Vierergruppen gesprochen, Schachmeister sehen keine 32 Figuren, sondern wenige bekannte Stellungen. Chunking heißt, Einzelteile zu sinnvollen Bündeln zusammenzufassen — und dafür braucht es Vorwissen oder eine Struktur.

Chunking beim Sprachenlernen

Ein neues Wort ist für Anfänger eine Kette einzelner Laute. „ambush“ sind sechs Buchstaben, die sich nach nichts anfühlen. Zerlegt in „am“ und „Busch“ sind es zwei bekannte Chunks — und mit dem Bild vom Überfall am Busch ist es ein einziger. Genau so arbeitet ein Merkbild: Es macht aus einer fremden Lautfolge ein bekanntes Bündel.

Auch auf Satzebene hilft Chunking: Wer Redewendungen als Ganzes lernt („How are you doing?“) statt als vier Wörter, spricht flüssiger.

Und mit Mindpop?

Mindpop zerlegt jedes Wort in bekannte Klang-Chunks und setzt sie in einem Bild wieder zusammen. In der Bibliothek gibt es außerdem ganze Redewendungen als Merkbild.

Mindpop setzt heute die Merkbild-Methode um — weitere Lernmethoden aus dieser Reihe folgen nach und nach in der App.

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